Phishing wird immer leiser und gefährlicher. Trotz eines Rückgangs des Angriffsvolumens um ~ 20% gegenüber dem Vorjahr begünstigt KI den Einsatz gezielter Phishing-Köder und Erstzugriffe.

Zscaler ThreatLabz deckte auf, dass Phishing-Angriffe sich längst nicht mehr auf E-Mail-Kampagnen beschränken. Einschlägige Akteure nutzen zunehmend ungeschützte Angriffsflächen und gestohlene Zugangsdaten aus und führen Kontoübernahmen innerhalb verschlüsselter Datenströme durch.

 

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Report im Überblick:

  • Die Anzahl der Phishing-Angriffe nimmt insgesamt ab, jedoch konzentrieren sie sich auf konversionsstärkere Kampagnen, die sich nahtlos in vermeintlich vertrauenswürdige Arbeitsabläufe einfügen.
  • KI beschleunigt sowohl Glaubwürdigkeit als auch Geschwindigkeit von Phishing-Kampagnen und ermöglicht einen schnellen Aufbau und eine rasche Rotation der Infrastruktur.
  • Verschlüsselung wird als Tarnung für Erstzugriffe ausgenutzt und schränkt ein, was Sicherheitsbeauftragte ohne Einblick in den TLS-Traffic erkennen können.
  • Deception-Technologie macht die Absicht des Angreifers frühzeitig sichtbarund legt Scans, Sondierungen und die Überprüfung von Anmeldedaten offen, bevor der Zugriff hergestellt wird.
  • Praktische Schritte zur Eliminierung des Risikos des Erstzugriffs durch Verringerung der Angriffsfläche, verstärkte Identitätskontrollen und frühzeitige Erkennung von Übernahmen.
threatlabz-2026-phishing-initial-access-report

Wichtige Daten und Zahlen aus dem Zscaler-Report

65,5 %

Jährlicher Anstieg von Phishing-Angriffen im Dienstleistungssektor

95,2 %

Phishing über verschlüsselte Kanäle

89,9 Mio.

Decoy-Treffer von 1,37 Millionen einzigartigen Angreifer-IPs